Freitag, 17. August 2012

WIE GEWONNEN SO ZERRONNEN

Letzten Mittwoch konnten wir alle eher Feierabend machen, was eigentlich ein Grund zur Freude war. Aber es war mir nicht gegönnt:

Ich fuhr nach der Arbeit direkt durch zum Friedhof, um noch schnell die Blumen zu gießen. Ich parkte an der Straße (wie immer, weil der Friedhofs-Parkplatz so schön einbrecherfreundlich hinter Hecken versteckt liegt) in einer der Parkbuchten mit der Beifahrerseite zur Fahrbahn, was ich sonst nicht mache, aber ich kam diesmal aus entgegengesetzter Richung und stand dadurch in Fahrtrichtung für den Heimweg. Ich überquerte die Straße und ging durch den Haupteingang, an der Trauerhalle vorbei zum Wasserholen, ließ die Kanne voll laufen und ging zu Mutti´s Grab, keine 20 Meter weiter, goß die Blumen und ließ noch den Rest des Wassers über die Grabplatte laufen. Weil ich Druck auf der Blase hatte, ging ich schnell wieder zurück. Als ich kaum durch das Haupttor war, fiel mir sofort auf, daß die Seitenscheibe irgendwie komisch aussah und dann sah ich auch schon die Glassplitter auf der Straße!!! Mit meinen schlimmsten Befürchtungen im Kopf(-Kino) rannte ich zum Auto und schaute rein und mußte voller Entsetzen feststellen, daß mein Einkaufskorb, der mit zugezipptem Reißverschluß vor dem Beifahrersitz gestanden hatte, gestohlen war!! Und das Allerschlimmmste: IN dem Korb befand sich meine geliebte "Mandah" (siehe 10. Juli), die quasi so eine Art Vermächtnis von Mutti für mich war, weil sie immer meine Freude über derartige Errungenschaften geteilt hatte. UND mit dieser Tasche natürlich ihr 
KOMPLETTER INHALT,
also Portemonnaie, Brieftasche, Handy, Kosmetika, Sonnenbrille, eben ALLES, was frau so mitschlört. Und wie das alles aus sah: Scherben und Splitter ÜBERALL !!!

Völlig fassungslos schaute ich mich um, aber es war natürlich weit und breit nichts und niemand zu sehen. Dann kamen zwei Damen angefahren, die auch zum Friedhof wollten. Sie kamen sofort herbeigelaufen, um zu helfen. Sie stellten mir ihr Handy zur Verfügung, damit ich die Polizei anrufen konnte, aber die kommen für sowas nicht her, da muß man zur Wache kommen, pfff! Dann rief ich sofort mein Handy an, in der Hoffnung, daß ich es klingeln höre, aber es war natürlich schon aus bzw. die Sim-Karte herausgenommen worden. Es war und ist immernoch zum Heulen. Ich kann kaum in Worte fassen, was ich alles an Gefühlen durchlaufen habe: Wut, Verzweifelung, Frust, Hilflosigkeit, Hass und was-weiß-ich-nicht-noch-alles!!  
Ich informierte noch den Steinmetz, der neben dem Friedhof seine Werkstatt hat, den Freidhofsgärtner und das Restaurant, das auch in unmittelbarer Nähe liegt. Alles in der Hoffnung, daß jemand vielleicht irgendwo in der Nähe etwas von dem Diebesgut im Gebüsch findet. An das örtliche Fundbüro habe ich eine Email mit Fotos der Tasche und einer Liste der weiteren Gegenstände geschickt, falls Einzelteile davon abgegeben werden. Natürlich habe ich alle Karten sofort sperren lassen und auch Anzeige gegen Unbekannt erstattet, obwohl mir schon klar ist, daß der/die Dieb/e wohl kaum gefasst werden. Die Karten waren jedenfalls noch nicht eingesetzt worden, wenigstens etwas. Vielleicht schmeißt ja jemand das bargeld-befreite Portemonnaie mit den Karten, dem Perso und dem Führerschein in einen Briefkasten, daß ich den Kram noch zurückkriege, 
- ich weiß, blauäugig, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Kommentare:

  1. OH NO!? doch nicht echt dein taschenschätzchen mit allem inhalt. verdammt. :-/ mensch das ist ja echt unfassbar. *tröst*

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  2. Doch, genau die (Mandah), leiiider ☻ ☻ ☻

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